• Halbjahresgewinn steigt um 7,2 % auf 68,3 Mio. EUR (6M-2018: 63,8 Mio. EUR)
  • Höhere Risikovorsorge als zu Jahresbeginn prognostiziert angesetzt
  • Wachstum weiterhin auf Kurs: Ziel für Neugeschäftswachstum grenke Gruppe Leasing auf 16 bis 19 % konkretisiert
  • Gewinnwachstum von 5 bis 13 % mit einem Konzern-Gewinn in einer Spanne von 138 bis 148 Mio. EUR erwartet (bisher: 147 bis 156 Mio. EUR)

 

Baden-Baden, den 30. Juli 2019: Das profitable Neugeschäft der vergangenen Quartale war auch im Berichtshalbjahr wesentlicher Treiber der Ertragskraft des Konzerns. Insgesamt stieg die Summe aus Zinsen und ähnlichen Erträgen aus dem Finanzierungsgeschäft um 14,6 %. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung nahmen um 16,6 % zu. Das Zinsergebnis erhöhte sich damit im Sechsmonatszeitraum 2019 um 14,2 % von 137,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 156,7 Mio. EUR. Das sich wandelnde gesamtwirtschaftliche Umfeld und die damit einhergehenden Schwankungen im Zahlungsverhalten unserer Kunden führten zu einer erhöhten Schadenquote mit 1,59 % im zweiten Quartal verglichen mit 1,52 % im ersten Quartal 2019. Die Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg somit auf 60,3 Mio. EUR nach 42,1 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2018 mit einem zeitgleichen Anstieg des Vermietvolumens auf 7.735 Mio. EUR (6M 2018: 6.356 Mio. EUR). Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge nahm um 1,4 % auf 96,4 Mio. EUR nach 95,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum zu. Inklusive der Ergebnisse aus dem Service- und Neugeschäft stiegen die operativen Erträge des Konzerns insgesamt um 10,6% von 172,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 190,9 Mio. EUR.

„Der Anstieg des Geschäftsvolumens in den vergangenen Jahren und das gleichzeitig verlangsamte Wirtschaftswachstum in vielen Märkten führten zu höheren Schäden im zweiten Quartal. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unser Schadensergebnis in den Vorjahren auf einem sehr niedrigen Niveau lag, sodass die Entwicklung im ersten Halbjahr 2019 eine Normalisierung darstellt. Die erhöhten Schäden können wir ohne Auswirkung auf die nachhaltige Ertragserwartung sehr gut abfedern. Wir liegen weiterhin im Rahmen des langfristigen Durchschnitts unserer Schadenquoten und gehen davon aus, dass sich diese im Jahresverlauf auf einem Niveau von 1,6 % stabilisieren wird.“, erklärt Sebastian Hirsch die Entwicklung der Risikovorsorge im ersten Halbjahr. „Gleichzeitig achten wir auf unsere Kosten und werden unseren stets disziplinierten Ansatz weiter verfolgen. Dies belegt der im Vergleich zum Neugeschäftswachstum moderate Kostenanstieg, was gleichwohl die notwendigen Investitionen für weitere, profitable Expansion einschließt.“

Die durchschnittliche Anzahl der im grenke Konzern Beschäftigten erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15,7 % auf 1.617 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Die Personalaufwendungen lagen um 14,3 % über dem Vorjahresbetrag. Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand, die zweite wesentliche Aufwandsposition des Konzerns, sank dagegen um 1,0 %. Insgesamt unterstreicht die Entwicklung der Aufwendungen im ersten Halbjahr das kostenbewusste Handeln und die skalierbare Wachstumsstrategie des Konzerns. Entsprechend übertraf das operative Ergebnis den Vorjahreswert von 77,1 Mio. EUR um 8,6 % und erreichte 83,7 Mio. EUR.

Die Steuerquote sank im Halbjahr leicht auf 15,9 % (6M-2018: 16,5 %). Dabei profitierte der Konzern von dem Sonderabschreibungsprogramm in Italien, das mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 auslief. Die aus dem Neugeschäft der letzten Jahre resultierenden steuerlichen Vergünstigungen führen aber weiterhin zu einer insgesamt geringeren Steuerbelastung, was dem grenke Konzern auch in den kommenden Quartalen zugute kommen wird. Diese Vorteile werden den volumensbedingten Anstieg der Risikovorsorge aus diesem Neugeschäft deutlich überkompensieren. Im Ergebnis stieg der Gewinn im ersten Halbjahr um 7,2 % von 63,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 68,3 Mio. EUR. Daraus ergab sich ein unverändertes Ergebnis je Aktie von 1,33 EUR.

Angesichts des geänderten gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der Entwicklung im ersten Halbjahr hat der grenke Konzern seine Prognose für den Konzern-Gewinn angepasst und rechnet nun mit einem Gewinn in der Spanne von 138 bis 148 Mio. EUR für das laufende Geschäftsjahr 2019 (bisherige Prognose: 147 bis 156 Mio. EUR). Im Hinblick auf das Neugeschäftswachstum der grenke Gruppe Leasing und grenke Gruppe Factoring liegen die Ergebnisse des ersten Halbjahrs 2019 jeweils über Plan. Das Unternehmen bekräftigt die Prognosen für das Geschäftsjahr 2019, wonach das Neugeschäft der grenke Gruppe Leasing in einer Spanne von 16 bis 19 % im oberen Bereich der ursprünglich angestrebten 14 bis 19 % konretisiert wird und das der grenke Gruppe Factoring erwartungsgemäß um 25 % zulegen soll.

„grenke ist und bleibt auf Wachstumskurs. Unser Geschäftsmodell hat sich langfristig in unterschiedlichen Wirtschaftszyklen bewährt und Nachhaltigkeit im Wachstum von Neugeschäft und Profitabilität bewiesen. Wir konkretisieren deshalb die Neugeschäftsprognose für das Segment Leasing mit einem Anstieg zwischen 16 und 19 %. Die Prognose für unseren Konzern-Gewinn passen wir leicht an und rechnen erneut mit einem soliden Gewinnwachstum im Gesamtjahr 2019, das zwischen 5 und 13 % liegen wird. Außerdem sind wir nach der erfolgreicher Machbarkeitsstudie gut vorbereitet, unser Leasingangebot 2020 auf den US-amerikanischen Markt auszuweiten.“, kommentiert Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der grenke AG, den Ausblick für das laufende Jahr.

Die Bilanzstruktur zeigt sich zum Stichtag 30. Juni 2019 unverändert solide. Aufgrund der Dividendenausschüttung und der starken Geschäftsausweitung sank die Eigenkapitalquote von 18,5 % per Ende 2018 auf 17,0 %, übertraf damit aber weiterhin die langfristige Orientierungsmarke von 16 %. Darüber hinaus bestätigte die Ratingagentur Standard & Poors im Juni 2019 erneut das Credit Rating von BBB+ mit stabilem Ausblick.

Der Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2019 des Grenke Konzerns ist im Internet unter www.grenke.de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-downloads abrufbar.